
13.02.2012
Deutschlandweit erste Implantation einer neuen, innovativen Prothese für das Großzehengrundgelenk
Verschleiß des Großzehengrundgelenkes (Hallux rigidus)
Unter der Leitung von Herrn Dr. med. Lars Goebel wird im Dreifaltigkeits-Krankenhaus Köln-Braunsfeld seit Ende des Jahres 2011 eine neue Prothese für das Großzehengrundgelenk (FGT Futura) eingesetzt. Damit gehört das Krankenhaus zu den 2 überregionalen Zentren für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie in Deutschland, die diese neue Methode anwenden.
Die Arthrose (Verschleiß) des Großzehengrundgelenkes ist eine häufige Erkrankung des Fußes. Sie macht sich mit Schmerzen bei Belastung und teilweise auch in Ruhe bemerkbar. Mit dem Laufe der Zeit können sich knöcherne Anbauten bilden, die durch die Haut sicht- und tastbar sind. Das Gelenk steift immer mehr ein, die Schmerzen nehmen zu. Das Tragen von engeren Schuhen oder Schuhen Absatz wird nahezu unmöglich.
Die genauen Ursachen für die Entstehung der Arthrose sind nicht genau bekannt.
In frühen Stadien der Erkrankung steht die Einlagenversorgung und/oder Schuhzurichtung im Vordergrund.
Bei Verschlimmerung der Beschwerden wird zunächst mit operativen Verfahren versucht das bereits geschädigte Gelenk zu erhalten.
Ist die Schädigung jedoch schon weit fortgeschritten, also der Knorpelbelag vollkommen aufgebraucht, blieb bisher nur die Versteifung des Großzehengrundgelenkes als Therapie der Wahl übrig.
Mit der deutschlandweit ersten Implantation einer neuen Großzehengrundgelenk-Prothese besteht nun die Möglichkeit die Beweglichkeit des Gelenkes zu bewahren und wiederherzustellen.
Im Gegensatz zu früher verwendeten Modellen handelt es sich bei der Prothese um einen elastischen Platzhalter der eine normale Beweglichkeit des Gelenkes ermöglicht. Ein weiterer Vorteil des Verfahrens ist, dass nur die erkrankten Knorpelflächen des Gelenkes entfernt werden und kein weiterer Knochen geopfert werden muss. Auch die bei anderen Modellen
notwendige großflächige Verankerung der Prothese im Knochen, teilweise sogar mit Knochenzement durchgeführt fällt weg.
Der Leiter des Zentrums für Fuß- uns Sprunggelenkchirurgie des Dreifaltigkeits-Krankenhauses, Dr. med. Lars Goebel über das neue Verfahren:
„Durch das neue Implantat, welches schon seit 1996 in den USA sowie in Italien mit großem Erfolg implantiert wird, steht uns nun eine Prothese zur Verfügung die einerseits eine natürliche Beweglichkeit des Gelenkes zulässt und andererseits eine äußerst knochensparende Implantationstechnik zulässt. Die Nachteile der Versteifungsoperation werden umgangen.
Ein weiterer Vorteil ist die sofortige Belastbarkeit nach der Operation in einem speziellen Schuh. Dieses gilt insbesondere im Vergleich zur Versteifungsoperation, denn dort müssen die Patienten mit einer Ruhigstellung von bis zu 6-8 Wochen rechnen.
Die bereits operierten Patientinnen und Patienten äußerten sich allesamt sehr zufrieden mit dem erzielten Ergebnis. Komplikationen traten nicht auf.
Aufgrund unserer bisherigen und der langjährigen internationalen Erfahrung haben wir die operative Therapie des Verschleißes des Großzehengrundgelenkes auf das neue Verfahren mit der Verwendung der FGT-Prothese umgestellt.
Sie erreichen Dr. med. Lars Goebel ab sofort unter folgenden Kontaktdaten:
Dreifaltigkeits-Krankenhaus Köln-Braunsfeld GmbH
Aachener Straße 445-449, 50933 Köln
Telefon: 02 21 / 940 71-187
E-Mail: lars.goebel@dfk-koeln.de
Ärztlicher Leiter des Zentrums für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie
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Wir freuen uns Ihnen dieses Ergebnis presentieren zu dürfen. Ihre Klinikleitung.
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Erfolgreiche Einführung der Elastoplastie für die Behandlung von osteoporotischen Wirbelkörperbrüchen im Dreifaltigkeits-Krankenhaus Köln -Braunsfeld.
Köln-Braunsfeld: Das Dreifaltigkeits-Krankenhaus in Köln ist eines der drei Einrichtungen in Deutschland, die dieses innovative Verfahren in den letzten drei Monaten in nunmehr über 60 Fällen erfolgreich angewendet haben. Mit diesem neuen Verfahren können nun Wirbelkörperbrüche mit einer neuen Silikon-Elastoplastie operiert werden. Das senkt nicht nur die Komplikationsrate, sondern weist zudem eine hohe Gewebsverträglichkeit auf.
Die Osteoporose ist eine Volkskrankheit. 80 Prozent aller Osteoporosen betreffen postmenopausale Frauen, d. h. nach den Wechseljahren. 30% aller Frauen entwickeln nach der Menopause eine klinisch relevante Osteoporose. Sekundäre Osteoporosen sind seltener (5%), wobei Erkrankungen, die eine Behandlung mit Cortison während einer längeren Zeitspanne erfordern und/oder zu einer Immobilisation führen, im Vordergrund stehen.
Eine der Hauptkomplikationen der Osteoporose ist der Bruch eines Wirbelkörpers, des Hüft- oder Handgelenkes.
In Deutschland leben ca. 2,8 Mio. Menschen mit einer Fraktur eines oder mehrerer Wirbelkörper. Davon sind etwa 2 Mio. Frauen und 800.000 Männer betroffen. Jährlich erleiden ca. 200.000 Frauen und Männer eine neue Wirbelkörperfraktur. In den Industrieländern liegt das statistische Risiko einer Frau einen Wirbelkörperbruch im Laufe ihres Lebens zu erleiden bei 50%, d.h. statistisch gesehen ist jede 2. Frau betroffen.
Eine für den Patienten schnelle und schonende operative Behandlungsmethode ist das Einbringen von Knochenzement in den Wirbelkörper. Hierbei stehen 2 verschiedene Ansätze zur Verfügung:
Bei der Vertebroplastie wird durch eine Hohlnadel oder einen Katheter unter Röntgenkontrolle der Knochenzement in den gebrochenen Wirbelkörper eingespritzt. Ein neueres Verfahren ist die Kyphoplastie: Bevor der Knochenzement in den Wirbelkörper eingebracht wird, wird ein Ballon in den Wirbelkörper eingeführt und aufgedehnt. Durch den Ballon soll zum Einen erreicht werden, dass der kollabierte Wirbelkörper wieder aufgerichtet wird, zum anderen wird ein Hohlraum erzeugt, der eine unkontrollierte Verteilung des Zementes als Hauptkomplikation der Vertebroplastie reduzieren soll.
Bei beiden Methoden ist der Patient in 80 – 90% der Fälle schmerzfrei, man geht davon aus, dass durch den Zement der Wirbel stabilisiert wird und schmerzauslösende Bewegungen verhindert werden
Nachteile dieses erfolgreichen Verfahrens ist, dass der eingebrachte Knochenzement (Polymethylmethacrylat, PMMA, Plexiglas) in vielen Fällen nicht gewebsverträglich ist und sich mit dem umgebenden Knochengewebe nicht verbindet, dieses durch toxische Prozesse sogar abbaut. Des Weiteren ist der PMMA Zement wesentlich härter und steifer als das umgebende Knochengewebe. Verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen gehen davon aus, dass das Einbringen dieses Knochenzements in den Wirbelkörper, durch eine Erhöhung der Last, zu einem höheren Risiko von weiteren Brüchen der angrenzenden Wirbelkörper führt.
Diese Problematik führte zu der Entwicklung eines elastischen Knochenfüllmaterials auf Silikonbasis, das sehr gewebsverträglich ist und durch seine Elastizität das Risiko weiterer Wirbelkörperbrüche reduzieren soll, der Elastoplastie.
Dr. Biren Desai, Chefarzt der Wirbelsäulenchirurgie und Ärztlicher Direktor des Dreifaltigkeits-Krankenhauses:
„Insbesondere die Elastizität des Silikon-Elastomers, die sehr nahe an der des Knochen liegt, gibt uns Anlass zu Hoffnung, dass wir hier einen weiteren bedeutenden Fortschritt bei der Behandlung dieser sehr häufigen Komplikation der Osteoporose, aber auch von tumorösen Veränderungen des Wirbelkörpers machen werden.
Die nachweislich extrem hohe Bioverträglichkeit des Materials und die Verbindung des Silikons mit den Knochenbälkchen sind bedeutende Fortschritte.
Bei unseren bisher operierten Patienten mit Wirbelkörperbrüchen konnten wir eine sehr gute Schmerzreduktion beobachten, Komplikationen sind keine aufgetreten. Ob eine Reduktion des Risikos der sogenannten Anschlussfrakturen zu erwarten ist, lässt sich jedoch erst nach größeren Fallzahlen nachweisen.
Dieses Risiko liegt bei der herkömmlichen Behandlung mit der Vertebroplastie und Kyphoplastie laut verschiedener wissenschaftlichen Untersuchungen bei 20-26%.
Wir haben nach diesen vielversprechenden frühen Ergebnissen unsere Therapie der Wirbelkörperfraktur auf die Elastoplastie umgestellt.“
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Quelle: VSR Verlag Satz und Repro GmbH



Buchreihe "Gesundheit und Wellness": Fachklinik für Sporttraumatologie und Orthopädie stellt sich vor
In der aktuellen Ausgabe der Buchreihe "Gesundheit und Wellness" für die Region Köln, Bonn und Umgebung stellt sich das Dreifaltigkeits-Krankenhaus mit seiner Fachklinik für Sporttraumatologie und Orthopädie vor. Chefarzt Dr. med. Biren Desai gibt hier nicht nur einen Einblick in das Behandlungs-Spektrum der Klinik sondern erläutert in diesem Sinne auch die Vorteile von Operationstechniken, von denen Patienten in der Fachklinik profitieren können.
Den Artikel können Sie hier einsehen.
Das Buch ist auch ab sofort im Handel erhältlich.
Titel: "Gesundheit und Wellness Köln, Bonn und Umgebung"
Autor: Claus Spitzer-Ewersmann, Yan de Andrés
Verlag: Umschau Buchverlag
ISBN-13: 9783865285058