Letze Änderung:  27. Januar 2012

 

 

 

 

Wir freuen uns Ihnen dieses Ergebnis presentieren zu dürfen. Ihre Klinikleitung.

 

 

_______________________________________________________________

Erfolgreiche Einführung der Elastoplastie für die Behandlung von osteoporotischen Wirbelkörperbrüchen im Dreifaltigkeits-Krankenhaus Köln -Braunsfeld.

09.12.2011

Köln-Braunsfeld:  Das Dreifaltigkeits-Krankenhaus in Köln ist eines der drei Einrichtungen in Deutschland, die dieses innovative Verfahren in den letzten drei Monaten in nunmehr über 60 Fällen erfolgreich angewendet haben. Mit diesem neuen Verfahren können nun Wirbelkörperbrüche mit einer neuen Silikon-Elastoplastie operiert werden. Das senkt nicht nur die Komplikationsrate, sondern weist zudem eine hohe Gewebsverträglichkeit auf.

Die Osteoporose ist eine Volkskrankheit. 80 Prozent aller Osteoporosen betreffen postmenopausale Frauen, d. h. nach den Wechseljahren. 30% aller Frauen entwickeln nach der Menopause eine klinisch relevante Osteoporose. Sekundäre Osteoporosen sind seltener (5%), wobei Erkrankungen, die eine Behandlung mit Cortison während einer längeren Zeitspanne erfordern und/oder zu einer Immobilisation führen, im Vordergrund stehen.

Eine der Hauptkomplikationen der Osteoporose ist der Bruch eines Wirbelkörpers, des Hüft- oder Handgelenkes.

In Deutschland leben ca. 2,8 Mio. Menschen mit einer Fraktur eines oder mehrerer Wirbelkörper. Davon sind etwa 2 Mio. Frauen und 800.000 Männer betroffen. Jährlich erleiden ca. 200.000 Frauen und Männer eine neue Wirbelkörperfraktur. In den Industrieländern liegt das statistische Risiko einer Frau einen Wirbelkörperbruch im Laufe ihres Lebens zu erleiden bei 50%, d.h. statistisch gesehen ist jede 2. Frau betroffen.

Eine für den Patienten schnelle und schonende operative Behandlungsmethode ist das Einbringen von Knochenzement in den Wirbelkörper. Hierbei stehen 2 verschiedene Ansätze zur Verfügung:

Bei der Vertebroplastie wird durch eine Hohlnadel oder einen Katheter unter Röntgenkontrolle der Knochenzement in den  gebrochenen Wirbelkörper eingespritzt. Ein neueres Verfahren ist die Kyphoplastie: Bevor der Knochenzement in den Wirbelkörper eingebracht wird, wird ein Ballon in den Wirbelkörper eingeführt und aufgedehnt. Durch den Ballon soll zum Einen erreicht werden, dass der kollabierte Wirbelkörper wieder aufgerichtet wird, zum anderen wird ein Hohlraum erzeugt, der eine unkontrollierte Verteilung des Zementes als Hauptkomplikation der Vertebroplastie reduzieren soll.

Bei beiden Methoden ist der Patient in 80 – 90% der Fälle schmerzfrei, man geht davon aus, dass durch den Zement der Wirbel stabilisiert wird und schmerzauslösende Bewegungen verhindert werden

Nachteile dieses erfolgreichen Verfahrens ist, dass der eingebrachte Knochenzement (Polymethylmethacrylat, PMMA, Plexiglas) in vielen Fällen nicht gewebsverträglich ist und sich mit dem umgebenden Knochengewebe nicht verbindet, dieses durch toxische Prozesse sogar abbaut. Des Weiteren ist der PMMA Zement wesentlich härter und steifer als das umgebende Knochengewebe. Verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen gehen davon aus, dass das Einbringen dieses Knochenzements in den Wirbelkörper, durch eine Erhöhung der Last, zu einem höheren Risiko von weiteren Brüchen der angrenzenden Wirbelkörper führt.

Diese Problematik führte zu der Entwicklung eines elastischen Knochenfüllmaterials auf Silikonbasis, das sehr gewebsverträglich ist und durch seine Elastizität das Risiko weiterer Wirbelkörperbrüche reduzieren soll, der Elastoplastie.

Dr. Biren Desai, Chefarzt der Wirbelsäulenchirurgie und Ärztlicher Direktor des Dreifaltigkeits-Krankenhauses:

„Insbesondere die Elastizität des Silikon-Elastomers, die sehr nahe an der des Knochen liegt, gibt uns Anlass zu Hoffnung, dass wir hier einen weiteren bedeutenden Fortschritt bei der Behandlung dieser sehr häufigen Komplikation der Osteoporose, aber auch von tumorösen Veränderungen des Wirbelkörpers machen werden.

Die nachweislich extrem hohe Bioverträglichkeit des Materials und die Verbindung des Silikons mit den Knochenbälkchen sind bedeutende Fortschritte.

Bei unseren bisher operierten Patienten mit Wirbelkörperbrüchen konnten wir eine sehr gute Schmerzreduktion beobachten, Komplikationen sind keine aufgetreten. Ob eine Reduktion des Risikos der sogenannten Anschlussfrakturen zu erwarten ist,  lässt sich jedoch erst nach größeren Fallzahlen nachweisen.

Dieses Risiko liegt bei der herkömmlichen Behandlung mit der Vertebroplastie und Kyphoplastie laut verschiedener wissenschaftlichen Untersuchungen bei 20-26%.

Wir haben nach diesen vielversprechenden frühen Ergebnissen unsere Therapie der Wirbelkörperfraktur auf die Elastoplastie umgestellt.“

_________________________________________________________

 

 

 

 

Quelle: VSR Verlag Satz und Repro GmbH

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Buchreihe "Gesundheit und Wellness": Fachklinik für Sporttraumatologie und Orthopädie stellt sich vor

In der aktuellen Ausgabe der Buchreihe "Gesundheit und Wellness" für die Region Köln, Bonn und Umgebung stellt sich das Dreifaltigkeits-Krankenhaus mit seiner Fachklinik für Sporttraumatologie und Orthopädie vor. Chefarzt Dr. med. Biren Desai gibt hier nicht nur einen Einblick in das Behandlungs-Spektrum der Klinik sondern erläutert in diesem Sinne auch die Vorteile von Operationstechniken, von denen Patienten in der Fachklinik profitieren können.

Den Artikel können Sie hier einsehen.

Das Buch ist auch ab sofort im Handel erhältlich.

Titel: "Gesundheit und Wellness Köln, Bonn und Umgebung"
Autor: Claus Spitzer-Ewersmann, Yan de Andrés
Verlag: Umschau Buchverlag
ISBN-13: 9783865285058

Sprechstunde:
dienstags
8.00 - 14.00 Uhr

Terminabsprache:

Telefon
02 21 / 940 71 - 239
Telefax
02 21 / 940 71 - 1049
E-Mail: sekretariat-dr.desai@dfk-koeln.de

Privatsprechstunde:

Telefon  02 21 / 940 71 - 10 48

Leiter der Sprechstunde:
Dr. med. Biren Desai
Chefarzt

Chefarzt Dr. med. Biren Desai