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12.02.2019, Köln

Arthroskopische Eingriffe in der Orthopädie

Durchs „Schlüsselloch“ ins Knie

Professor Dr. Thomas Schneider, Chefarzt der Klinik für Schulterchirurgie, Sporttraumatologie und Kniearthroskopie im Sana Dreifaltigkeits-Krankenhaus Köln.

Mit der Arthroskopie oder auch Gelenkspiegelung lassen sich in der Orthopädie und Unfallchirurgie auf eine für den Patienten schonende Weise Gelenke untersuchen und behandeln. Im Sana-Dreifaltigkeits-Krankenhaus Köln kommt diese Methode bereits seit Jahren zum Einsatz. Über die Zeit hat sie sich stetig modernisiert. Wie das Verfahren funktioniert, welche Vorteile es bietet und für welche Eingriffe es heute in Frage kommt, erklärt Professor Dr. Thomas Schneider, Chefarzt der Klinik für Schulterchirurgie, Sporttraumatologie und Kniearthroskopie im Sana Krankenhaus. „Unter Arthroskopie verstehen Mediziner ein Verfahren, um verletzte und beschädigte Gelenke operativ zu behandeln. Über winzige Hautschnitte werden eine kleine Kamera, das sogenannte Arthroskop, das die Bilder auf einen Monitor am Operationstisch überträgt, und Spezialinstrumente in das zu behandelnde Gelenk eingeführt. Je nach Befund erfolgt so auch direkt die geeignete Therapie.“

Ursprünglich wurde die Arthroskopie vor allem bei Eingriffen am Knie eingesetzt, etwa am Kreuzband oder dem Meniskus. Über zwei kleine Schnitte wird hier ein Zugang geschaffen. Mittlerweile wird das Verfahren auch bei anderen Gelenken wie der Hüfte, Schulter und dem Ellenbogen angewendet. Selbst an den kleineren Gelenken im Fußbereich kann heute arthroskopisch gearbeitet werden. „Die Gelenkspiegelung spielt auch bei der Therapie von Sehnenverletzungen des Schultergelenkes eine große Rolle. Zunehmend ist auch die Zahl dieser Mikrooperationen am Hüftgelenk“, so Professor Dr. Thomas Schneider.

Für die Patienten bietet die Arthroskopie zahlreiche gewichtige Vorteile. „Die Schnitte sind deutlich kleiner, dadurch verläuft die Genesung schneller und es kommt seltener zu postoperativen Problemen. Außerdem haben die Patientinnen und Patienten während und nach dem Eingriff wesentlich weniger Schmerzen und es sinkt der Schmerzmittelbedarf. Sie erholen sich rascher und können früher in ihren Beruf und ihr privates Umfeld zurückkehren.“

Trotz aller unbestreitbaren Vorteile sei es jedoch nicht immer möglich oder auch sinnvoll, eine Arthroskopie durchzuführen. So könne die moderne Methode bei ausgedehnten Gelenkbrüchen und dem künstlichen Gelenkersatz an ihre Grenzen stoßen. „Der im Vergleich zum klassischen Verfahren deutlich kleinere Zugang kann die Übersicht und Arbeit des Operateurs erschweren.

Hier müssen wir abwägen, welche Methode für den Patienten in seiner individuellen Situation die richtige ist.“ Im Sana Dreifaltigkeits-Krankenhaus Köln werden - sofern möglich - die meisten Operationen arthroskopisch durchgeführt. Alternativ wird das Verfahren aber auch genutzt, um eine exakte Diagnose zu stellen. „Dadurch können wir anschließend oftmals mit einem minimal invasiven Eingriff weiter verfahren, einer ebenfalls schonenden Operationsmethode mit nur kleinen Hautschnitten“, so der Chefarzt.

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