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14.10.2019, Köln

Sana-Dreifaltigkeits-Krankenhaus Köln bringt Videobrille bei OP zum Einsatz

Kinoerlebnis statt Vollnarkose

Das Videosystem von HappyMed bietet Patienten während der OP eine optimale optische und akustische Ablenkung, und hilft, den Stresspegel bei einer Regionalanästhesie enorm zu reduzieren. (©HappyMed)

Fast könnten Patienten vergessen, dass sie sich auf einem OP-Tisch befinden - und genau so soll es sein. Mit dem Videosystem HappyMed, das im Sana Dreifaltigkeits-Krankenhaus Köln zum Einsatz kommt, erhalten Patienten während ihrer Operation unter Regionalanästhesie ein Kino-Erlebnis. Eine Videobrille, ein Touchscreen und ein ergonomisch angepasster Surround-Kopfhörer machen es möglich. Der Effekt: ein deutlich reduziertes Stresslevel für die Patienten vor und während der OP sowie ein verminderter Einsatz an beruhigenden und belastenden Medikamenten.

„Bei einer Operation in Regionalanästhesie stellen sich bei vielen Patienten Ängste ein, etwa vor der ungewohnten Umgebung oder den Geräuschen während der OP. Sie fühlen sich gestresst“, so Professor Dr. Gisbert Knichwitz, Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am Sana Dreifaltigkeits-Krankenhaus Köln. Um die Patienten von diesen Ängsten abzulenken, setzt die Kölner Klinik bei Operationen ohne Vollnarkose bereits jetzt zusätzlich Kopfhörer und Musik ein, die von den Patienten mitgebracht werden kann. Seit rund einem Jahr gibt es nun auch Filme dazu. „Das Videosystem von HappyMed bietet den Patienten während der OP eine optimale optische und akustische Ablenkung, wahlweise mit Dokumentationen, Hollywood- oder Kinderfilmen. Dadurch können wir den Stresspegel bei einer Operation in Regionalanästhesie enorm reduzieren“, so der Chefarzt. „Unsere Erfahrungen nach dem ersten Jahr zeigen, dass unsere Patienten entspannter und meist angstfrei durch eine Operation in Regionalanästhesie statt Vollnarkose kommen, ohne dass weitere Beruhigungsmittel eingesetzt werden müssen.“

Häufig werde das System bei Knie- oder Hüft-TEP Operationen eingesetzt, dem künstlichen Gelenkersatz. Gerade ältere Patienten greifen dabei auf das Angebot der Videobrille zurück. „Viele fürchten das Risiko, durch eine Vollnarkose Nebenwirkungen wie vorübergehende Verwirrtheit oder Desorientierung zu erleiden und eine längere Erholungszeit zu benötigen und lehnen eine Vollnarkose ab. Wir bieten mit der Regionalanästhesie mit Videobrille eine gute Alternative. Und die Rückmeldungen unserer Patienten sind sehr positiv, wer diese einmal in Anspruch genommen hat möchte sie immer wieder“, so Professor Gisbert Knichwitz. „Denn dank der Brille kann auch auf viele Medikamente verzichtet werden. Der Patient bekommt nur die Präparate im Rahmen seiner Behandlung, die er tatsächlich braucht.“

Das Videosystem HappyMed ist seit 2018 neben Köln an vier weiteren Standorten der Sana Kliniken im Einsatz. Seither lässt sich nachvollziehen, dass der Bedarf an Beruhigungsmedikamenten bei Operationen mit der Videobrille geringer ist und Patienten entspannter sind.

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Pressekontakt:
Julia Colligs
Leitung Unternehmenskommunikation und Marketing
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